Die Menschmaschine
Humanoide Roboter
Die Idee, einen Maschinenmenschen zu bauen, ist alt. Schon die griechische Mythologie berichtet, dass der Schmiedegott Hepaphaistos ein menschenähnliches Wesen gebaut habe. Seinen Namen "Roboter" bekam die "Menschmaschine" 1921 von einem tschechischen Schriftsteller, der die Bezeichnung von dem slawischen Wort rabota = Arbeit ableitete. Mit menschenähnlichen Gliedmaßen und Sinnesorganen bevölkern die Maschinenwesen seitdem Romane und Filme. Sie treten als Horrorfiguren oder als niedliche Wesen mit fast menschlichen Gefühlen auf.
Moderne Industrieroboter montieren Autos schneller und präziser als ein Mensch dies jemals könnte. Sie arbeiten allerdings nach fest programmierten Fertigungsabläufen, die an einem festen Standort ständig wiederholt werden müssen. Anders sieht es bei sogenannten Servicerobotern aus. Sie sollen sich selbstständig orientieren und reagieren können. Aber bis Roboter die Fähigkeiten eines Menschen tatsächlich ersetzen können, ist noch viel Forschungsarbeit notwendig.
Der in Karlsruhe angesiedelte Sonderforschungsbereich "Humanoide Roboter" entwickelt den Serviceroboter "Armar III", der Prototyp eines modernen Haushaltshelfers. Armar III hat einen menschenähnlichen Oberkörper, einen Sensorkopf mit zwei Armen und fünf Fingern an jeder Hand, mit denen er Türen öffnen, Gegenstände transportieren kann.
Ziel der Forschung ist es, Roboter zu entwickeln, die vielleicht älteren oder behinderten Menschen helfen werden, das Leben länger selbstständig zu meistern, oder in Bereichen eingesetzt werden, die für Menschen gefährlich sind.
Es ist aber noch ein weiter Weg bis Armar III sich selbständig orientieren, mit Menschen "sprechen" oder sogar verschiedene Menschen voneinander unterscheiden kann. Die größte Herausforderung für die Wissenschaftler besteht darin, mit Armar einen Roboter zu entwickeln, der durch Zuschauen und Imitieren von menschlichen Aktionen selbstständig neue Fertigkeiten erlernen kann. Dazu muss er Situationen beobachten und einschätzen können und seine eigenen Schlüsse daraus ziehen, um dann eine eigene Entscheidungen treffen zu können.
Bei der Entwicklung von Armar III ist ein großes Team von Einzelspezialisten am Werk. Die Mechatroniker, die die Mechanik für Armar III entwickeln sind genauso gefragt wie die Fachleute, die für die Wahrnehmung, die Bewegungen oder die Regelung der einzelnen Abläufe zuständig sind. Je mehr man ins Detail geht, desto schwieriger wird die Aufgabe, eine funktionierende Menschmaschine zu bauen. "Kinderleichte" Aktionen, die Armar III lernen soll, zeigen, wie komplex die Fähigkeiten sind, die der Mensch ab einem gewissen Alter scheinbar wie von selbst beherrscht. Dabei sind die Wissenschaftler im Wettlauf mit der Zeit. Eine Gutachterkommission wird am Ende der Projektzeit kontrollieren, ob Armar III seinen Auftrag erfolgreich erfüllen kann. Davon hängt ab, ob das ehrgeizige Projekt weiter gefördert wird.
Kamera: Alexander Kasper
Suche
Forschungsgebiete
Universitäten
Standorte
Zeitraum der Berichterstattung
- Ägyptologie
- Anglistik
- Archäologie
- Architektur
- Assyriologie
- Atmosphärenforschung
- Atomphysik
- Bauwesen
- Biologie
- Bodenkunde
- Botanik
- Chemie
- Elektrotechnik
- Epidemiologie
- Ethnologie
- Ethnologie Südasiens
- Festkörperphysik
- Forstwissenschaften
- Genetik
- Genomische Grundlagen...
- Geochemie
- Geographie
- Geologie
- Geomatik
- Geowissenschaften
- Geschichte
- Humangeographie
- Hydrogeologie
- Hydrologie
- Indologie
- Informatik
- Ingenieurwissenschaft...
- Islamwissenschaft
- Jüdische Studien
- Klimaforschung
- Klimatologie
- Konservierung
- Kulturwissenschaften
- Limnologie
- Materialwissenschaft
- Mathematik
- Medizin
- Medizinische Psycholo...
- Meeresforschung
- Meteorologie
- Molekülphysik
- Musikwissenschaft
- Mykologie
- Ökologie
- Ornithologie
- Ostasiatische Kunstge...
- Paläontologie
- Pflanzenwissenschafte...
- Physik
- Physiologie
- Populationsgenetik
- Quantenoptik
- Raumplanung
- Religionswissenschaft...
- Restaurierung
- Sinologie
- Sozialpsychologie
- Städtebau
- Statistik
- Systemtechnik
- Theologie
- Umweltwissenschaften
- Ur- und Frühgeschich...
- Verhaltensbiologie
- Wirtschaftswissenscha...
- Zelluläre Neurowisse...
- Zoologie
- Brandenburgische Technische Universität Cottbus
- Christian-Albrechts-Universität Kiel
- Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
- Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
- Fachhochschule Köln
- Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Georg-August-Universität Göttingen
- Goethe-Universität Frankfurt
- Leibniz Universität Hannover
- Ludwig-Maximilians-Universität München
- Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Philipps-Universität Marburg
- RWTH Aachen
- Technische Universität Berlin
- Technische Universität Dresden
- Technische Universität München
- Universität Bielefeld
- Universität Bonn
- Universität Bremen
- Universität Hamburg
- Universität Heidelberg
- Universität Karlsruhe
- Universität Konstanz
- Universität Rostock
- Universität zu Köln
- Aachen
- Angkor / Kambodscha
- Armenien
- Berlin
- Bielefeld
- Bodensee
- Bonn
- Brasilien
- Braunschweig
- Bremen
- China
- Delhi / Indien
- Dhaka / Bangladesch
- Dresden
- England
- Frankfurt am Main
- Frankreich
- Golf von Mexiko
- Greifswald
- Griechenland
- Gutianshan / China
- Göttingen
- Halle
- Hannover
- Heidelberg
- Indien
- Irak (Mesopotamien)
- Israel
- Italien
- Japan
- Jena
- Jiangxi / China
- Karlsruhe
- Kiel
- Köln
- Mallorca / Spanien
- Marokko
- München
- Münster
- Nepal
- Nord-Ostsee-Kanal
- Nordatlantik
- Olpe
- Ostsee
- Pakistan
- Pakistan
- Pearl River Delta / C...
- Potsdam
- Rio San Francisco / E...
- Schwerin
- Sibirien
- Syrien
- Südafrika
- Taiwan
- Türkei
- Welzow
- Wilhelmshaven
- Ägypten
- Österreich

