Portrait

Porträt Prof. Dr. Martin Sander

Der Mensch ...
Martin Sander wurde 1960 in Würzburg geboren.   Grundschule und Gymnasium besuchte er in Freiburg. An der Universität Freiburg begann er auch sein Studium der Geologie, wechselte dann später an die University of Texas in Austin und ging im Anschluss für seine Promotion in die Schweiz.

Seit seiner Promotion in Paläontologie an der Universität Zürich gehört seine Leidenschaft den Dinosauriern. 1990 wechselte er an die Universität Bonn, wo er 1995 habilitierte. Bis 2007 leitete er das paläontologische Museum in Bonn und lehrt jetzt als Professor für Wirbeltierpaläontologie. Martin Sander ist mit der Paläobotanikerin Carole Gee verheiratet und hat drei Kinder.

... und seine Idee
"Schon als Schüler habe ich Mineralien und Fossilien gesammelt  auch die Biologie hat mich schon immer fasziniert. Aber weil mein Vater schon Biologe war, wollte ich nicht auch Biologie studieren und habe deshalb mein Studium mit der Geologie begonnen. Aber im Laufe der Jahre habe ich dann doch immer mehr in der Biologie gearbeitet.

Mir geisterte immer diese Frage im Kopf herum: Warum konnten Dinosaurier so groß werden? Säugetiere, ob noch lebend oder ausgestorben, können nicht wesentlich schwerer als 10 Tonnen werden. Die Sauropoden aber hatten gigantische Ausmaße. Sie wogen 50 bis 100 Tonnen. Während meiner Doktorarbeit an der Universität Zürich begann ich dann, mich intensiv mit der Paläontologie zu beschäftigen. So wurde ich zu einem spät berufenen "Dinosaurologen". Mit einem interdisziplinären Team, in dem Forscher aus ganz Deutschland und der Schweiz arbeiten, versuche ich nun herauszufinden, mit welchen Tricks die Großechsen überlebten."

.... über seine Arbeit
"An meiner Arbeit als Wissenschaftler begeistert mich besonders, dass ich sehr selbstbestimmt arbeiten kann. Als einzelner oder in einer kleinen Gruppe kann ich an großen wissenschaftlichen Fragen arbeiten. Besonders gut gefällt mir die Zusammenarbeit mit intelligenten und motivierten Studenten und mit Kollegen aus ganz anderen Fachrichtungen. Ein besonderer Reiz an der Paläontologie ist die Kombination aus praktischer Arbeit, die Ausgrabungen im Gelände und die geistige Arbeit an der Universität und im Museum. Ich habe das große Glück gehabt, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte."
 
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Forschungsgebiete Universitäten/Institute Standorte Zeitraum der Berichterstattung