Portrait

Dr. Martin Mörtl

Jahrgang 1971, verheiratet, drei Kinder

Projektleiter "Tierische Invasion"

Seit Juni 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Limnologischen Institut der Universität Konstanz und Leiter der dortigen Forschungstauchergruppe.

Seit 2002 freiberuflich tätig als Biologe, archäologischer Forschungstaucher und UW-Fotograf und –Filmer:

UW-Foto- und Videografie für das Historische Museum der Pfalz in Speyer (www.barbarenschatz.de)

Filmdokumentation für den SWR-Beitrag "Die Schatztaucher" (2007, 29 min, C. Würzburger)

Mitarbeit bei ARTE-Produktionen ("Schatz der Nibelungen", "Die Germanen") sowie zahlreichen SWR-Landesschau Beiträgen

Forschungstaucherausbildung 1999

Promotion von 1998 bis 2004 im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 454 Bodenseelitoral über biotische Interaktionen im Infralitoral des Bodensees am Limnologischen Institut der Universität Konstanz.

Zivildienst, Öffentlichkeitsarbeit im NSG "Lüneburger Heide" 1997 – 1998

Hauptstudium der Hydrobiologie an der TU Dresden 1993 – 1996

Grundstudium der Biologie an der Universität Bayreuth 1990 – 1993

Bereits zu Schulzeiten wurde mein Interesse an der Gewässerbiologie geweckt. Besonders Zusammenhänge zwischen der Ausprägung der Biozönose und der Wasserqualität, Gewässerstruktur sowie der Beschaffenheit der Gewässersohle fand ich damals sehr spannend. Während der Oberstufe habe ich mich dann intensiver mit der Ökologie der Flussperlmuschel beschäftigt, die in meiner oberfränkischen Heimat noch relativ häufig vorkam. In dieser Zeit konnte ich zudem erste Erfahrungen mit journalistischen Tätigkeiten sammeln und habe meine erste Kamera gekauft.

Nach dem Grundstudium in Bayreuth wechselte ich an das Institut für Hydrobiologie der TU Dresden. Nach dem Diplom musste ich noch den Zivildienst ableisten. Dazu verschlug es mich in das NSG "Lüneburger Heide" um den Wilseder Berg. Dort hatte ich in der Öffentlichkeitsarbeit zu tun und lernte so manches über Medien. Zudem konnte ich intensiv meinem Hobby, der Fotografie, nachgehen.

Um die Promotionsstelle in Konstanz antreten zu können, musste ich an der Forschungstaucherausbildung teilnehmen. Seitdem bin ich auch unter Wasser wissenschaftlich tätig und habe meine Fotoausrüstung „wasserdicht“ gemacht.

Inzwischen nimmt das Tauchen, die Fotografie und seit 2005 auch das Filmen einen erheblichen Anteil meiner Arbeitszeit ein.

E-Mail: martin.moertl@uni-konstanz.de

John Hesselschwerdt


Seit Oktober 2004
Promotion an der Universität Konstanz im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 454 Bodenseelitoral über den Einfluss invasiver Gammariden auf die Benthosgemeinschaft und den Laubabbau im Bodensee.

2004
Beschäftigung am ehemaligen Max-Planck-Institut für Limnologie in Plön.

2003
Diplom über den Einfluss von Pflanzengiften auf darauf spezialisierte Käfer an der Universität Freiburg. Die Untersuchungen wurden im Auftrag der Universität Hamburg danach weitergeführt.

Zum Wasser hat es mich schon immer gezogen. Nach einem Exkurs auf Trockenrasen für meine Diplomarbeit in Freiburg kam ich schnell zum nassen Element zurück und begann meine Promotion am Bodensee.

Dort wurden der kurz zuvor eingeschleppte Große Höckerflohkrebs (Dikerogammarus villosus) und sein Einfluss auf den See zu meinem Steckenpferd.

Anfangs gingen wir von einer schnellen Verdrängung der einheimischen Flohkrebse aus, was bis dahin in fast ganz Europa der Fall war. Doch wir wurden überrascht:

Der heimische Flussflohkrebs (Gammarus roeselii) überlebt in einigen Bereichen seit mittlerweile fünf Jahren. Gerade diese Besonderheit am Bodensee macht das Thema sehr spannend und wir versuchen stetig genauer herauszufinden warum beide Arten im Bodensee gemeinsam überleben können. Hinweise darauf lieferten auch vergleichende Untersuchungen von mir am Plattensee in Ungarn 2006.

Das Tauchen in Seen, aber auch viel Laborarbeit und komplexe chemische Analytik ergeben immer wieder eine spannende Mischung bei meiner Arbeit, für die sich auch Studenten in Kursen, Bachelor- und Diplomarbeiten begeistert haben.

E-Mail: John.Hesselschwerdt@uni-konstanz.de
 
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Forschungsgebiete Universitäten Standorte Zeitraum der Berichterstattung